Geschichte

Abschließend zu diesem kleinen Streifzug durch die Geschichte von Mersch, noch ein Wort über unser Schulwesen. Eine erste Schule bestand bereits zur Napoleonszeit im Kaplanshaus auf dem Michelsplatz, die im Zuge der Planierungsarbeiten um 1850 abgerissen wurde. Eine 2. Schule entstand um 1824 im Erdgeschoss des Phillipshauses, als dasselbe zum Gemeindehaus erwählt wurde. Letzteres erhielt eine gründliche Renovierung, nachdem die 3. Schule etwas unterhalb des Phillipshauses entstand. Dieses Schulhaus besaß nur ein Erdgeschoss mit einem großen Saal. Nachdem die Schule am Michelsplatz (école R. Feyereisen) anno 1855 fertiggestellt war, wurde der alte Schulsaal der Merscher Musik zur Verfügung gestellt bis zum Jahr 1875 als hier das Gemeindehaus entstand, das dann zum Kulturzentrum umfunktioniert wurde, nachdem der Sitz der Gemeindebehörde in das restaurierte Schloss verlegt wurde.

Weitere Primärschulen entstanden in neuerer Zeit in der früheren Lehmkaul (école Nik. Welter), hinter der Merscher Pfarr- und Dekanatskirche (école A. Elsen) im Kirchenlach (école J. Majerus), sowie daselbst auch ein Kindergarten, gegenüber dem neuen Fußballfeld im Schintgenspesch. Eine neue Primärschule eröffnet ihre Tore im Herbst 2002 gegenüber dem Camping Gelände. Die ehemalige landwirtschaftliche Haushaltungsschule hörte in den 80er Jahren auf zu bestehen. An ihrer Stelle wurde der Merscher Lycée gegründet, welcher dem Diekircher Kolléisch unterstellt war. Heute befindet sich hier der Lycée EIMAB. Den Lycée Ermesinde, an der Straße zwischen dem Merscher Bahnhof und Beringen gibt es seit 2005.

Von Mersch, welches von einem großen Expansionsdrang beseelt ist, wäre noch vieles zu berichten, etwa von seinem SOS Kinderdorf, dem Altersheim St. Joseph, dem Blindenheim in Berschbach, den großen Einkaufzentren usw. doch davon vielleicht ein ander Mal.